Live mit Mircea vom 18.01.2026

 

Timeline

00:00 - 10:00 - Einführung und Überblick

  • Begrüßung zum Sondersegnungs-Webinar
  • Ankündigung von zwei Segnungen: Zyklussegnung zu jeder Mondphase und Neumond-Segnung (Neubeginn)
  • Fokus auf Praxis zum Thema "Empfangen"

10:00 - 20:00 - Das Ungleichgewicht von Senden und Empfangen

  • Westliche Spiritualität fokussiert stark auf Senden (Intentionen, Affirmationen, Absichten)
  • Empfänglichkeit ist mindestens genauso wichtig, wird aber vernachlässigt
  • Ohne Empfänglichkeit können Absichten nicht manifestieren

20:00 - 30:00 - Die Beispiele: "Es werde Licht" und "Stehe auf und gehe"

  • Absolute Durchlässigkeit ohne Widerstand (wie supraleitende Materialien)
  • Keine Anstrengung, sondern komplette Empfänglichkeit
  • Energie fließt ohne Verlust durch

30:00 - 40:00 - Das Problem der Konzeptbildung

  • Menschen bilden Muster und Konzepte zu allem, was sie erleben
  • Am Anfang ist alles offen, dann grenzt der Verstand es ein
  • Beispiel: Heimreise segnen (leicht) vs. Krebs segnen (schwer)
  • Das Wunder verschwindet mit der Eingrenzung

40:00 - 50:00 - Die Besonderheit des Segnens

  • Segnen ist eine Energie, die sich der Kontrolle entzieht
  • Anders als andere Methoden lässt sie sich nicht "in eine Box packen"
  • Dauerhaft wirksam, weil unkontrollierbar

50:00 - 60:00 - Das Muster des spirituellen Marktes

  • Noch keine Methode hat einen vollständigen "Siegeszug" angetreten
  • Alle Methoden stoßen an eine "Decke"
  • Menschen suchen ständig nach dem nächsten neuen Ding
  • Wichtig: Bei einer Sache bleiben und in die Tiefe gehen

60:00 - 70:00 - Der Schlüssel: Empfänglichkeit entwickeln

  • Beispiel vom vergessenen Namen: Offen bleiben vs. abschließen ("Ich habe es vergessen")
  • Nicht immer neue Segnungen machen, sondern sich öffnen für das bereits Gesegnete
  • Die Energie ist bereits da, sie verpufft nicht

70:00 - 80:00 - Erste Praxisübung: Kollektive Segnung

  • Kurze angeleitete Segnung der Gruppe
  • Umschalten von Senden auf Empfangen (wie bei Walkie-Talkies)
  • Körper scannen nach Spannungen/Kontraktionen
  • Mit Aufmerksamkeit hingehen und öffnen

80:00 - 90:00 - Der Prozess des Öffnens

  • Erste Regel: Alles akzeptieren, was da ist
  • In Frieden damit sein, auch wenn es nicht sofort klappt
  • Bildhafte Vorstellung: Verschlossene Tür öffnen
  • Rechte Gehirnhälfte (Fantasie) ist genauso stark wie Logik

90:00 - 100:00 - Praxisübung: Sich dem Leben öffnen

  • Spüren, wo man dem Leben gegenüber verschlossen ist
  • Erst akzeptieren und in Frieden kommen
  • Dann öffnen oder um Öffnung bitten
  • Im Alltag anwendbar: Immer wieder durchatmen und öffnen

100:00 - 110:00 - Zyklussegnung mit dem Heiligen Geist

  • Segnung des Heiligen Geistes in sich selbst
  • Gleichzeitig Wassersegnung
  • Anwendung des Gelernten: Öffnen und Empfangen praktizieren
  • Durchlässigkeit für den Segen entwickeln

110:00 - Ende - Neumond-Segnung: Neubeginn

  • Segnung dessen, was neu beginnen möchte
  • Fokus auf Zusammengehörigkeit in der Gruppe
  • Bitte um Öffnung aller Blockaden für den Neubeginn
  • Abschluss im gemeinsamen Zustand

 

Zusammenfassung

Dieses Segnungs-Webinar befasst sich mit einem fundamentalen, aber oft übersehenen Aspekt der Manifestation und spirituellen Praxis: der Empfänglichkeit. In der westlichen Spiritualität liegt der Fokus stark auf dem maskulinen Prinzip des Sendens – Intentionen setzen, Affirmationen sprechen, Absichten formulieren. Es gibt unzählige Bücher und Methoden dazu. Der feminine, empfängliche Part wird jedoch vernachlässigt, obwohl er mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist. Ohne die Fähigkeit zu empfangen, können selbst die stärksten Absichten nicht manifestieren.

Die Metapher der Stromleitung verdeutlicht das Prinzip: In jedem elektrischen Leiter gibt es einen Widerstand, der Energie verliert. Supraleitende Materialien hingegen haben keinen Widerstand – der Strom fließt verlustfrei durch. Genauso verhält es sich mit biblischen Beispielen wie "Es werde Licht" oder "Stehe auf und gehe". Diese Manifestationen funktionieren nicht durch besondere Anstrengung beim Senden, sondern durch absolute Durchlässigkeit und Empfänglichkeit. Es gibt keinen inneren Widerstand, keine Blockaden – die Energie kann vollständig fließen und wirken.

Ein zentrales Problem in der spirituellen Praxis ist die Konzeptbildung. Am Anfang, wenn man eine neue Methode kennenlernt, ist das ganze Feld offen und Wunder sind möglich. Doch mit der Zeit bildet der Verstand Muster: Das funktioniert, das nicht, hier klappt es, dort nicht. Der Verstand versucht zu verstehen und grenzt dadurch die Möglichkeiten immer mehr ein. Man beginnt zu glauben, eine Heimreise zu segnen sei einfach, einen Krebs wegzusegnen jedoch unmöglich. Mit dieser Eingrenzung verschwindet auch das Wunder. Der Verstand packt die Methode "in eine Box" und limitiert sie.

Das Besondere am Segnen ist, dass es sich dieser Kontrolle entzieht. Anders als andere energetische Methoden, die der Sprecher seit 1997 (spirituelle Seminare) und 2009 (hauptberuflich) kennt, lässt sich Segnen nicht dauerhaft eingrenzen. Die Segnungsenergie bleibt unkontrollierbar und läuft jenseits des Verstandes – was gut ist, denn so behält sie ihre Wirksamkeit. Alle anderen Methoden stoßen irgendwann an eine "Decke", auch bei ihren Entwicklern. In der gesamten Spiritualität und Energetik gab es bisher noch keine Methode, die einen vollständigen "Siegeszug" angetreten hat wie beispielsweise das Internet oder moderne Hygiene.

Das Problem liegt im Muster des spirituellen Marktes: Menschen probieren etwas aus, haben anfangs Erfolge, stoßen dann an Grenzen und suchen das nächste neue Ding. Wie in der Geschichte von Eckhart Tolle, wo ein Mann nach Jahren fragt "Was gibt es denn jetzt Neues?" – obwohl die Lehre über das Jetzt immer noch dieselbe ist. Der Schlüssel liegt nicht darin, ständig nach der nächsten Methode zu suchen, sondern bei einer Sache zu bleiben, in die Tiefe zu gehen und sie wirklich zu verstehen. Auch mit simplen Ansätzen wie positivem Denken kann man ans Ziel kommen, wenn man dabei bleibt.

Der entscheidende Punkt, der oft fehlt, ist das Verständnis von Empfänglichkeit. Das Beispiel vom vergessenen Namen illustriert den Unterschied: Wenn man jemanden trifft und sich nicht an den Namen erinnern kann, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man schließt ab mit "Ich habe den Namen vergessen" – dann ist die Suche beendet. Oder man bleibt offen und empfänglich mit "Wie hieß die Person nochmal?" – dann poppt der Name später beim Duschen, Kochen oder auf der Toilette plötzlich auf. Dieses Offenbleiben statt Abschließen ist der Kern der Empfänglichkeit.

Bei Segnungen bedeutet das: Man muss nicht ständig neue Segnungen machen für Heilung, Geld oder Beziehungen. Die Energie ist bereits da, der Segen verpufft nicht. Die Frage ist: Wie kann ich mich für diese bereits vorhandene Segnungsenergie öffnen? Man scannt sich selbst – wo bin ich noch nicht empfänglich? Das können Gedanken, Gefühle oder das Selbstverständnis sein. Diese Bereiche gilt es zu öffnen.

Die Praxis des Öffnens funktioniert in mehreren Schritten: Zuerst scannt man den Körper und spürt nach Spannungen, Kontraktionen oder verschlossenen Bereichen. Dann kommt die wichtigste Grundregel: Alles akzeptieren, was da ist. Vollkommene Akzeptanz, egal wie es sich anfühlt. Man kommt in Frieden damit, auch wenn es nicht sofort klappt, auch wenn andere schon weiter sind. Erst wenn man wirklich in Frieden mit dem Moment ist, kann man sich öffnen. Man kann sich bildlich vorstellen, eine verschlossene Tür zu öffnen, damit die gute Energie hineinfließen kann. Diese bildhafte Arbeit mit der rechten Gehirnhälfte (Fantasie) ist genauso wirksam wie logische Ansätze.

Das Prinzip ist immer: Senden und Empfangen. Man kann bewusst von Senden auf Empfangen umschalten, wie bei einem Walkie-Talkie – man kann nicht hören, wenn man spricht. Am Anfang braucht es dieses bewusste Umschalten als "Stützräder". Mit der Zeit wird es natürlicher. Man kann sich auch im Alltag immer wieder dem Leben öffnen – einfach durchatmen und spüren, wo man noch verschlossen ist, dann öffnen.

Die beiden Segnungen im Webinar setzen das Gelernte direkt um: Bei der Zyklussegnung wird der Heilige Geist in sich selbst und das Wasser gesegnet. Man praktiziert dabei bewusst Empfänglichkeit und Durchlässigkeit – lässt den Segen durch das Herz einfließen, durch Arme und Hände ins Wasser, und empfängt auch den Segen der anderen. Bei der Neumond-Segnung liegt der Fokus auf dem, was neu beginnen möchte. Man bittet darum, dass alles, was den Neubeginn noch deckelt, verhindert oder hemmt, in Frieden kommt und für den Segen geöffnet wird.

Die zentrale Botschaft: Empfänglichkeit ist eine Praxis. Wie ein Baby, das laufen lernt und oft hinfällt, braucht es Übung. Man sollte immer wieder zu diesem Webinar zurückkehren, denn mit mehr Praxis versteht man es tiefer. Das Zitat von Churchill passt: "Manchmal stolpern die Menschen über die Wahrheit, stehen auf, schütteln den Staub von den Kleidern und gehen weiter." Stattdessen soll man bleiben, zurückkommen und tiefer schauen. Die Energie ist bereits da – es geht nur darum, sich dafür zu öffnen.

 

-> Friedensreise 2026 - noch bis Sonntag, 1.2.2026