Live vom 13.01.2026 mit Mircea

 

Timeline:

Friedensreise Praxistreffen – 13. Januar 2026 

Springe zu den Momenten, die am meisten zählen: 

00:00 – Begrüßung & Einleitung  

02:00 – Fragen zur Mondphasen-Segnung – Wann beginnt die Wirkung?  

04:12 – Die drei Selbste im Huna – Mittleres, unteres und hohes Selbst erklärt  

07:19 – Die Lotusblüten-Analogie – Wolkenschicht zwischen dir und der Sonne  

11:17 – Die Illusion der Trennung – Wie wir Veränderungen beobachten  

13:14 – Die Geschichte der zwei Wölfe – Welchen fütterst du?  

17:46 – Aufmerksamkeit als größte Kraft – Den Frieden nähren  

20:13 – Energie folgt der Aufmerksamkeit – Huna-Prinzip in der Praxis  

21:54 – "Beobachte, was du beobachtest" – Richard Bartlett  

23:42 – Geführte Familiensegnung – Kern-, Ursprungs- und Wahlfamilien  

33:46 – Das Prinzip des Öffnens – Sich dem Segen hingeben  

37:21 – Die Segnungsenergie halten – Wie du im Alltag verbunden bleibst  

39:02 – Praktische Übung: Bewusst den Zustand wechseln  

42:11 – Methode 1: Die Wolke spalten – Visualisierung  

43:42 – Methode 2: Über Erinnerung zurückkommen  

52:55 – Umgang mit Familienstress – Auf gleicher Ebene bleiben  

58:00 – Das Eckhart Tolle-Prinzip – Präsenz ohne Worte  

1:01:28 – Bei verbalen Angriffen ruhig bleiben – Eine Meisterschaftspraxis  

1:03:19 – Übung: In Zeitlupe zoomen – Trigger erkennen und auflösen  

1:06:02 – Die Firewall-Analogie – Verletzungen als Sicherheitslücken  

1:11:55 – Abschluss & Ausblick  

 

 

Zusammenfassung 

 

Die zwei Wölfe – Was du fütterst, wächst 

In deinem Herzen leben zwei Wölfe: einer lebensbejahend, einer destruktiv. Welcher gewinnt? Der, den du fütterst.  

Das bedeutet: Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, das nährst du mit Energie. Beobachte bewusst, wo du Verbundenheit und Frieden erlebst – nicht, wo du Trennung wahrnimmst. 

 

Der Weg zum hohen Selbst führt durch den Schatten 

Im hawaiianischen Huna gibt es drei Selbste:  

Das Wachbewusstsein, das Unterbewusstsein (mit all unseren Prägungen) und das hohe Selbst (unsere göttliche Natur).  

Der Weg nach oben führt nicht direkt, sondern durch das Unterbewusste hindurch – durch unsere ungelösten Themen. Wie eine Lotusblüte, die durch die Wolkenschicht zur Sonne durchbricht. 

 

Sich öffnen statt verschließen 

Der Segen ist unbegrenzte Energie. Das Einzige, was uns limitiert, ist, wenn wir uns verschließen – durch Zweifel oder Glaubenssätze.  

Die Praxis: Sich immer tiefer öffnen, wie wenn du dich der Sonne entgegenstreckst. Spüren, wo du verschlossen bist, und diese Stellen bewusst öffnen. 

 

Zwei Methoden, um zurück in den Frieden zu kommen 

Visualisierung: Stell dir deinen aufgewühlten Zustand als Wolke vor. Darüber scheint immer die Sonne. Zieh die Wolke auseinander und lass die Sonne durch. 

Erinnerung: Wie wenn dir ein Name nicht einfällt – du lässt die Frage offen, und er kommt. Erinnere dich an den friedlichen Zustand, und er kehrt zurück. 

 

Bei Konflikten: Auf gleicher Ebene bleiben 

Wenn andere im Stress sind, geh nicht auf eine "höhere Ebene" – das trennt dich. Bleib stattdessen verbunden, präsent, zentriert.  

Akzeptiere die Situation, urteile nicht, erwidere nichts. Dein friedliches Sein wirkt von selbst – wie Eckhart Tolle, der einfach nur zuhörte und die Probleme seiner Nachbarin verschwanden. 

 

Trigger in Zeitlupe auflösen 

Unsere Verletzungen sind wie Sicherheitslücken in einer Firewall. Wenn jemand sie trifft, reagieren wir automatisch.  

Die Lösung: Die Situation in Zeitlupe beobachten, spüren wo im Körper sie wirkt, dieses Gefühl aufspannen und Licht hineinbringen. So wirst du stabiler. 

 

Der rote Faden 

Wie der Straßenfeger in Momo: Schritt für Schritt, nicht auf den ganzen Weg schauen. Sanft, aber beständig.  

Wenn etwas nicht klappt – akzeptieren und weitermachen. 

 

 

Ausführlichere Zusammenfassung der Kernpunkte 

Die drei Selbste im hawaiianischen Huna 

Mircea erklärt das Modell der drei Selbste aus dem hawaiianischen Schamanismus: Das mittlere Selbst ist unser Wachbewusstsein, mit dem wir im Alltag agieren. Das untere Selbst repräsentiert das Unterbewusstsein oder das innere Kind – es ist wesentlich größer und stärker als das Wachbewusstsein, hat jedoch keinen freien Willen. Hier sind alle Konditionierungen, unterdrückten Erfahrungen und Prägungen aus diesem und früheren Leben gespeichert. Das hohe Selbst ist unsere göttliche Natur, der Zustand der Verbundenheit und Klarheit. 

Der entscheidende Punkt: Es gibt keinen direkten Weg vom mittleren Selbst zum hohen Selbst. Der Weg führt durch das untere Selbst hindurch – durch unsere Schatten, unsere ungelösten Themen, unseren kollektiven Schmerzkörper. Das erklärt, warum spirituelles Wachstum oft bedeutet, sich dem Unbequemen zu stellen. 

Die Lotusblüten-Analogie 

Eine weitere hilfreiche Metapher aus dem Releasing: Du bist eine Lotusblüte, und die Sonne darüber repräsentiert dein hohes Selbst oder die Quelle. Zwischen dir und dieser Sonne liegt eine dicke Wolkenschicht – all deine negativen Gefühle, Konditionierungen und unerlösten Themen. Wenn du anfängst loszulassen, wird diese Wolkenschicht dünner, bekommt Löcher, und die Sonne scheint durch. Das, was wir wirklich sind, beginnt durchzuscheinen. 

Die Geschichte der zwei Wölfe – und ihre tiefere Bedeutung 

Die bekannte Indianer-Geschichte vom Jungen, der seinem Großvater erzählt, dass in seinem Herzen zwei Wölfe leben – ein guter und ein böser – und beide kämpfen miteinander. Auf die Frage, welcher gewinnt, antwortet der Großvater: "Der, den du fütterst." 

Diese Geschichte enthält eine der tiefsten Lehren für die Friedensreise: Was wir mit unserer Aufmerksamkeit nähren, das wächst. Wenn wir zum Beispiel Fülle manifestieren wollen, aber ständig auf den Mangel schauen, füttern wir den "bösen Wolf". Stattdessen können wir lernen, unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das zu richten, was wir mehr in unserem Leben haben möchten – selbst wenn es nur kleine Zeichen sind, wie ein Centstück auf der Straße. 

Energie folgt der Aufmerksamkeit 

Dies ist ein fundamentales Huna-Prinzip und der Kern dessen, was in der Friedensreise praktiziert wird: Alles, was wir bewusst beobachten, nähren wir mit Energie. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf Trennung richten, erleben wir mehr Trennung. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf Momente der Verbundenheit richten – sei es in der Natur, mit unserem Körper, mit anderen Menschen – dann wächst diese Verbundenheit. 

Die praktische Anwendung: In jedem bewussten Moment kannst du dich fragen: "Was beobachte ich gerade? Möchte ich das weiter nähren?" Wenn nicht, kannst du wählen, in Frieden darauf zu schauen. Das Zitat aus "Ein Kurs in Wundern" fasst es zusammen: "Ich könnte auch in Frieden darauf schauen." 

Veränderungen wahrnehmen und wertschätzen 

Ein wichtiger Aspekt beim Segnen und bei der inneren Arbeit: Wir können nie wissen, was passieren wird. Manchmal geschehen Wunder, manchmal sind es kleine Veränderungen. Die Kunst liegt darin, unsere Aufmerksamkeit auf das zu schulen, was anders ist – selbst wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Diese Kleinigkeit wahrnehmen, dankbar sein, ihr Raum geben. So füttern wir den guten Wolf. 

Das Prinzip des Öffnens 

Der Segen selbst ist eine unendliche Energie, ein unbegrenztes Veränderungspotenzial. Das Einzige, was uns limitiert, ist, wenn wir uns vor dieser Energie verschließen – bewusst oder unbewusst, zum Beispiel durch den Glauben, dass nichts passieren wird oder dass es uns nicht erreicht. 

Die Praxis besteht darin, sich immer tiefer zu öffnen – wie wenn man an einem schönen Tag in die Sonne geht, die Augen schließt und sich buchstäblich der Wärme öffnet. In der Friedensreise wird gelernt, zu spüren, wo wir verschlossen sind, und diese Stellen bewusst zu öffnen oder um Öffnung zu bitten. 

Praktische Methoden: Zurück zum friedlichen Zustand 

Mircea zeigt zwei konkrete Methoden, um aus einem aufgewühlten Zustand wieder in den friedlichen Segnungszustand zurückzukommen: 

Methode 1 – Visualisierung (Die Wolke spalten): Stell dir vor, dein aktueller Zustand ist wie eine Wolke. Darüber scheint immer die Sonne – der friedliche Segnungszustand ist immer da. Du kannst diese Wolke mit deiner Vorstellungskraft auseinanderziehen, wie Moses das Meer teilt, und die Sonne scheint durch. 

Methode 2 – Erinnerung: Wie wenn du jemanden auf der Straße triffst und dir der Name nicht einfällt – du lässt die Frage offen, und die Antwort kommt. Genauso kannst du dich an den friedlichen Zustand erinnern. "Wie war das nochmal mit dieser Segnungsenergie?" Und durch dieses Erinnern ziehst du den Zustand in deine Aufmerksamkeit und in dein Herz. 

Wichtig: Menschen haben unterschiedliche Zugangskanäle. Manche arbeiten besser mit Visualisierung, andere mit Erinnerung, wieder andere mit Absicht. Es ist gut, verschiedene Zugänge zu üben, weil manchmal ein bestimmtes Werkzeug besser passt als ein anderes. 

Umgang mit Familienstress und Konflikten 

Wenn alle um dich herum im Stress sind, ist der erste und wichtigste Schritt: Akzeptanz. Akzeptiere, wo du bist und wo die anderen sind. Das nimmt sofort den Druck, etwas verändern zu müssen. 

Der zweite entscheidende Punkt: Bleib auf gleicher Ebene. Wenn du versuchst, auf eine "höhere Ebene" zu gehen, trennst du dich von den anderen. Du bist dann in einem anderen energetischen Raum, und deine Frequenz kann nicht wirken. Stattdessen: Bleib da, wo die anderen sind, verbunden mit ihnen, aber bei dir zentriert. 

Was bedeutet das praktisch? Achte auf deine Wirbelsäule, bleib aufrecht. Sei präsent, ohne zu urteilen. Akzeptiere alles erstmal, ohne zu erwidern. Dann öffnet sich etwas. Dein friedliches Sein wirkt auf die anderen – nicht durch Worte oder Handlungen, sondern durch reine Präsenz. 

Das Beispiel von Eckhart Tolle: Eine Nachbarin kam zu ihm und klagte ihm ihr Leid. Er war einfach nur da und hörte zu. Und ihre Probleme verschwanden. Das ist die Kraft der Präsenz. 

Die Firewall-Analogie – Trigger verstehen 

Mircea verwendet das Bild eines Computersystems mit Firewall: Wir haben alle einen natürlichen Schutz, aber unsere Firewalls haben Lücken – das sind unsere Verletzungen. Wenn jemand (bewusst oder unbewusst) in eine solche Verletzung trifft, kommt er durch unser Abwehrsystem, und wir reagieren instinktiv, werden "getriggert". 

Die Lösung: Zeitlupe. Wenn eine triggernde Situation entsteht, kannst du sie in Zeitraffer beobachten – wie in einem Film, wo der Held den Schlag in Slow Motion sieht und ausweichen kann. Du siehst, wie die Energie auf dich zukommt, spürst, wo in deinem Körper sie etwas auslöst (zum Beispiel Enge im Solarplexus), und dann dehnst du dieses Gefühl auf, bringst Bewusstsein und Licht hinein. 

Diese Praxis kann auch im Nachhinein gemacht werden: Eine vergangene Situation hochholen, reinzoomen, akzeptieren, in Frieden draufschauen, und beobachten, wie sich die innere Struktur verändert und stabiler wird. 

Der rote Faden: Sanft, aber beständig 

Mircea betont immer wieder: Es ist ein Prozess, eine Entfaltung. Wie der StraĂźenfeger in "Momo", der die StraĂźe Schritt fĂĽr Schritt fegt und nicht auf den ganzen Weg schaut, sondern nur auf den nächsten Besenstrich. Wenn etwas nicht klappt, ist das völlig in Ordnung. Akzeptieren und sanft, aber beständig weitermachen.Â